60 JAHRE POSTHORNMARKENAUSGABE

- Im Jubiläumsjahr 2011

Dauerserien waren von jeher für uns Sammler faszinierend , ob vor 60 Jahren noch oder heute, immer noch haben diese Ausgaben etwas Besonderes an sich. Nun wird die erste Dauerserie mit Inschrift “Deutsche Bundespost “im Jahre 2011 eben mal 60 Jahre alt und immer noch  gibt es vieles zu erforschen und zu berichten .  Dieser umfangreichen Aufgabe stellt sich die ArGe Posthorn / Heuss , seit Gründung im Jahre 2000 immer wieder aufs Neue. ( nachzulesen in den jährlichen Ausgaben der Rundbriefe und der Arge Posthorn -Heuss .

Als am 01.April 1952 im Amtsblatt,Nr. 28. unter der Verfügung 168, die o.g. beiden letzten Werte angekündigt wurden , ahnte die Sammlerschaft noch nichts um die Beliebtheit der Markenausgabe  . War doch im Vorfeld um  die Ausgabe ein großer Wirbel entstanden . Aber so einfach war das mit dieser Serie nicht! Beginnend mit der Ausschreibung eines Preisausschreiben – zur Erlangung von Entwürfen für Briefmarken der Bundesrepublik Deutschland – ( nachzulesen in der Beilage zur Sondernummer des Amtsblattes vom 02. Januar 1950), wohl einmalig in der Markenausgabelandschaft der Bundesrepublik Deutschland , bis hin zu der Ausstellung  der Entwürfe in der Wandelhalle der Paulskirche Frankfurt / Main,  suchte man ein geeignetes Motiv für die “Erste Dauerserie ” der noch  jungen Bundesrepublik Deutschland .

Voraus ging der Zusammenschluss der drei Westzonen – am 03. Oktober 1949.
Ab da galten alle Briefmarken der Vereinigten Wirtschaftsgebiete und der Länder Baden, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Hohenzollern im gesamten Bundesgebiet . Bei der Vielfalt von gültigen Postwertzeichen wussten selbst die Schalterbeamten oftmals nicht , welche Briefmarken eigentlich noch gültig waren. Diese unübersichtliche Lage erfordern , dringend die Einführung einer neuen einheitlichen Dauerserie mit der Inschrift “Deutsche Bundespost ” . Ja selbst die neu gegründete Deutsche Demokratische Republik war hier schneller , hatte sie doch bereits ab dem 02. März 1950 auf den gültigen Postwertzeichen – statt ” Deutsche Post “ nun die Neue Bezeichnung “DDR” eingeführt . somit fand ein sportpolitischer Anspruch gegenüber jeglichen Kritikern seine Begründung . Natürlich liefen bereits seit dem 03. Okt. 1949 diverse Vorbereitungen . Hier hatte der Referent des neuen Bundespostministers bereits Ausschreibungsbedingungen für og Preisausschreiben entworfen und am 28  . Dez . 1949 zur Veröffenlichung freigegeben . Zur Einreichung kamen weit über 5000 Entwürfe .

Nachdem am 01. April 1950 die Postverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland von dem Bundespost -Ministerium übernommen wurde, stellte ab 10 April bis zum 07 . Mai 1950 der erste Bundespostminister Herr Dr. Hans Schuberth, im Rahmen einer Ausstellung in der Wandelhalle der Paulskirche in Frankfurt / Main die Markenentwürfe der Öffentlichkeit vor  .

Die Presse nahm grossen Anteil daran und als erster Preisträger wurde  Prof. Johannes Wohlfahrt aus Rottenburg / Neckar mit dem Motiv ” Friedenshände ” ausgerufen .
Obwohl das Preisausschreiben  nun  abgeschlossen und ein mögliches Markenmotiv gefunden war fiel die Entscheidung ganz anders aus! Wie uns heute bekannt ist auf  das Motiv – ” Ziffer mit Posthorn ” . Im Amtsblatt, Nr. 1 vom 03. Januar 1951 wurde die neue Dauerserie angekündigt . Dennoch verging fast   ein halbes Jahr bis die ersten  Werte der Ausgabe zu 4PF , 10PF und 20 Pf verausgabt Werden konnten .
- Die ” Ersttags – Stempelpanne ” -

Laut Verfügung Nr . 227/1951 konnten Sendungen zu freigemachten Umschlag mit dem Vermerk – ” Ersttagsstempelung “bei jeder Postdienststelle der Bundesrepublik Deutschland nur am 20 . Juni 1951 an die Versandstellen  aufgegeben werden. Gerade diese Festlegung – echt laufender Ersttagsbriefgesuche , mir dem Auflieferungsdatum vom 20. Juni führten zu der besagten Panne . Wegen den noch sehr hohen Beständen der Bautenmarken hatten nicht alle Postämter die neuen Marken vorrätig , oder waren nicht bereit diese an die Kunden abzugeben . Nach Einspruch durch den Bund Deutscher Philatelisten kam man ausnahmsweisedem Wunsch nach , die ” Ersttags – Abstempelfrist “bis zum 30. Juni zu verlängern . Mit Verfügung 606/51 kam der letzte amtliche Ersttagsstempel für die Werte zu  40PF und 60PF am 20 . Dezember 1951 zum Einsatz ( danach folgten nur noch Tagesstempelabschläge ).

Mit der Entscheidung , die Posthorn – Dauerserie herauszugeben , war gleichzeitig eine befristete Verkehrszeit festgelegt worden . Die Posthornserie war somit kaum dreieinhalb Jahre frankaturgültig . Der eigentliche Zeitraum der überwiegenden Nutzung eher noch kürzer , denn am Anfang wurden die Bautenwerte aufgebraucht und ab Frühjahr 1954 bekam sie Konkurrenz von der Heuss Serie . Bedingt durch nicht optimale Produktions -Bedingungen Anfang der 50er Jahre weist die Posthornserie trotz der kurzen Verwendungszeit und der Dauerserien teilweise geringen Auflagen  viele Besonderheiten auf . Papier und Farben änderten sich Mehrfach , vier Marken wurden sogar in zwei verschiedenen , unterscheidbaren Druckverfahren , im Plattendruck und im Walzendruck hergestellt . Sowie es über den Michel -Spezial -Katalog hinausgeht , sind viele Fragen offen deren Beantwortung eine intensive Beschäftigung erfordern .

Noch heute wird das schlichte und einprägsame Bildmotiv von vielen Sammlern belächelt ! Das Posthorn ist aber schlechthin der Motivklassiker für Dauerserien und das nicht nur in Deutschland . Wer Lust und Spaß an der Ausgabe findet kann sich nun hier tummeln , beim Sammeln von Einheiten , Rand -und Druckvermerken oder Abarten , seltene Destinationen und Portostufensammlungen jeglicher Art. Man könnte über diese Ausgabe noch vieles schreiben und berichten , lassen wir es aber bei ein Paar Besonderheiten die  nicht im Michel -Katalog zu finden sind über die noch wenig Informationen vorliegen !
- “Die Mischfrankaturen – Situation “mit der Bautenausgabe ! -

Heute neigen Sammler dazu, die Einzel oder Mehrfachfrankaturen der jeweiligen Marken Ausgaben , den Mischfrankturen vorzuziehen .

” Wen wundert das ” !

Sind die preislichen Unterschiede dich in allen Katalogen nachzulesen . Es ist das Problem der Mischfrankaturen , das. manchem Sammler nicht behagt . Nicht die  genaue ” Posthorn  Frankatur  mittels einer , oder mehreren Wertstufen , war im zweiten Halbjahr 1951 bei höheren Gebührenstufen das Normale , sondern vielmehr die Mischfrankatur mit ” Bauten Werten ” . Waren die Pfennigwerte doch noch in ausreichenden Mengen an den Postschaltern erhältlich und bis 31. März 1951 frankaturgültig .

Erst kurz vor Weihnachten kamen höhere Werte zu 40PF und 60PF ( Ausgabe 20. Dez . 1951) in den Umlauf . Da bereits früher viele Sammler diese Mischfrankaturen nicht besonders liebten ,  wurden die meisten Brief – Umschläge im laufe der Zeit meisten zerschnitten .

Seltener sind somit Briefe aus dieser Zeit: Oberer Fernbrief bis 40g , vom 28. Juni 1951 nach Holland, mit rückseitiger ” Zollvignette ” – Zur Devisenüberwachung ” zollamtlich geöffnet “ und Stempel der Briefprüfstelle – 28 . Juni 1951 – beim Zollamt Rheine i. W.

Gebühren : Für 20g = 30PF , je weitere 20g = 20PF .

Zu diesem Zeitpunkt waren nur die Marken zu 4PF ,10PF und 20PF aus der Posthornserie bei der Post erhältlich . Erst über 2 Monate später – am 01. August 1951 – folgten die Werte zu 2PF , 5PF und 30PF .

Da sich zu diesem Zeitpunkt noch erhebliche Mengen von  Bautenmarken im Umlauf befanden, ist es logisch , dass so frankiert  wurde.

Am 20. September 1951 drei Monate nach Ausgabe der ersten Werte , folgten die Marken zu 6PF , 8PF , 15PF und 25PF . Kurz vor Weihnachten kamen die  Werte zu 40PF und 60PF – Ausgabe vom 20. Dez . 1951 – in den Umlauf . Nun kann man davon  ausgehen , dass die  letzten  verausgabten Werte des Jahres 1951, ihr Verwendung erst in den ersten Monaten des Jahres 1952 fanden , d.h. bis zu deren Ausgabetermin waren die “Bautenmarken ” gleichberechtigt im fließendem Übergang beider Serien zu sehen .

So ergaben sich zwangsläufig : Mischfrankaturen ” Posthorn / Bauten ” und sind im 2.Halbjahr für alle die 40PF – Marke übersteigenden Gebühren als normal anzusehen !

Wie z.B. bei dem linken Luftpostbrief – mit einem Gewicht von 8g, nach Kairo / Ägypten , vom 09. Januar 1952. durch gutes Mischen mit kleinen Pfennigwerten – Bauten / Posthorn – wurden die Luftpostgebühren in Höhe von 40 Pf bezahlt (Zone II = 2 X 20PF ).

Erst ab 11 . März 1952 kam mit der Ausgabe des Wertes 70PF , eine geeignete Marke für diese  Luftpost – Auslandsportostufe , zum Einsatz. Man kann  an dieser Stelle festhalten , dass ab Mai 1952 die  Mischfrankaturen mit Bauten – Pfennigwerten immer seltener werden, da nunmehr alle sechzehn Wertstufen der Posthorn -Serie an den Postschalter in ausreichenden Mengen vorlagen . Im Vierteljahr 1953 – bis zur Außerkurssetzung der Bauten – Pfennigmarken – am 31. März 1953 – sind  Mischfrankaturen möglich gewesen , doch kaum noch anzutreffen .

Nun könnte man von zwar zwischen Philatelisten – ” gemachten “und solchen ” reinsten Bedarfs ” an Mischfrankaturen unterscheiden , aber halten wir uns mit so feiner Differenzierung an dieser Stelle nicht auf .

Nehmen wir  den Post- Innendienst => “Die Paketkarten “.

In der ersten Gebührenperiode – für den Paketdienst – nach Ausgabe der ersten Posthorn Wertstufen , hatten die neuen Gebührensätze für  Inlandspakete und hatten Bestand bis zum 30  . April 1958.

Nun gab es ja bis dato nur die kleinen Posthornwerte bis 30PF und es liegt auf der Hand , dass die reine Verwendung von Wertstufen der Ausgabe Zffer mit Posthorn auf Paketkarten eher selten war! Auch hier galt der alte Wahlspruch der Post- ” möglichst wenige  Wertstufen für die  jeweiligen Gebühren einzusetzen “!

Auszug aus der Gebührentabelle Gewöhnliche – Pakete ( Höchstgewicht 20 kg)

Bis 75km Bis 150km Bis 375km Bis 750km über750km
Bis 5kg 50PF 60PF 70PF 80PF 90pF
bis 6kg 60PF 80PF 100PF 120PF 140Pf
bis 7kg 90PF 120PF 150PF 180PF 210Pf
Bis 8kg 90PF 130PF 170PF 210PF 250pF
bis 9 kg 90PF 140PF 190PF 240PF 290Pf

Die beiden unten abgebildeten Paketkarten zeigen die  möglichen gegebenen und Nuancierungen . Die Paketkarte entspricht nach der Unterschiedsdefinition ” echtem ” Bedarf – dennoch hatte man bei der linken Paketkarte (von Fürstenau (Kr. Bersenbrück nach Röderaul über Riesa / sowj . Zone vom 04.Oktober 1951, in der 3 . Entfernungszone Über 150 bis 375km mit einem Gewicht bis 5 kg), hier die   Frankatur auch mittels dreier 30PF ” Posthornmarken ” darstellen können  “Auch was stimmt? “

Ganz einfach : Paketkarten wurden überwiegend bei der Einlieferung am Paketschalter vom Annahme – bediensteten frankiert . Die 90PF Bautenmarke gab es in seinem Wertzeichenbuch nicht mehr und er hat nach  dem  ” Sparsamkeitsprinzip ” die eben noch  vorrätige 60er Bautenmarke mit einem schon vorhandenen 30PF Posthornwert kombiniert und vermutlich war die  30PF Bautenmarke auch schon bereits aufgebraucht .

Rechte Paketkarte – Hier sehen  wir eine ” reine Posthorn – Frankatur “( Viermal 30PF und einmal 10PF ) aus der ersten Gebührenperiode – eine Seltenheit ersten Ranges !

Wochen begrenzt.Dazu kommt noch die Destionation des Paketes, nämlich der Versand in die “DDR”(allein schon die beiden unterschiedlichen Ankunftsstempel auf der Rückseite sind beachtenswert-(15b) Stadtroda17.10.51-6 , Kennbuchstabe c.und (15) Ottendorf über Stadtroda, 17.10.51-10 Kennbuchstabe a.

Und noch mehr erstaunt , dass.diese Paketkarte -  in die Entfernungszone 4, Gewicht 6kg - als  ganzes erhalten   blieb und den Weg zurück in BRD fand .

Die vorgehende Gebührenperiode endete damit  am 1951.10.19 ; bezogen auf die Posthorn -Serie war es also frühestens ab 1951.06.20 möglich , mit 10 bzw . Auch 20PF Marken auch Paketkarten mit zu frankieren . Aus diesen vier Monaten der ” Restperiode ” daher Posthorn - Paketkarten im Markt zu finden , dies gleicht der berühmten Suche nach der ” Stecknadel im Heuhaufen ” . Dabei ist keinesfalls auszuschließen , dass sich solche Belege noch unentdeckt in Paketkartenposten von Händlern befinden ,  weil eben diesem Gebiet bisher allgemein zu wenig Beachtung geschenkt wurde .

Im Amtsbl . Nr . 103 vom 17.10.51 kündigte die Post die neuen Paketgebühren an – Gültigkeit bis 30.04.58 .

Bereits bei der Ankündigung der Serie im Amtsblatt, Nr.1vom 17.10. kündigte man doch “ Werte zu 1 und 2 DM an , die aber wegen  den noch erheblichen vorhandenen Markwerten der Bautenausgabe nie verausgabt wurden . Des weitern hatte man die 70PF Wertstufe nicht eingeplant ! Diese schob man ohne eine   vorherige Ankündigung kurzfristig mit Amtsbl.Verf.102/1952 am 11.03.52 ein . Mit der Gebührenänderung zum 01.Juli 1954 stellte sich ein weiteres Problem . Für ” Drucksachen bis 20g ” wurden die Gebühren von  4PF Auf 7PF angehoben , hierfür hatte man aber keine geeignete Wertstufe eingeplant !

- 27 Tage ohne 7PF Wertstufe ! => Drucksache vom 01. Juli 1954 ! -


Die neue Dauerserie mit Markenbild des Bubndespräsidenten Th.Heuss war aM 0,1 Juli 1954 bereits erschienen, aber auch in dieser Markenserie befand sich keine geeignete 7 Pf.Wertstufe für die neue Drucksachengebühr ( siehe Amtsbl,Nr.10 vom 25 Januar 1954)

Lag es nun an der Hektik und der Kürze der Zeit,dass man eine wichtige Wertstufe außer Acht ließ? Hatte man doch bereits in der VerfNr. 41/1954 vom 25 Jan.1954 angekündigt,dass der Postschalterverkauf der Posthorn-Ziffernserie 1951, zum 30.Juni 1954 endete.

Nun bekamen die 2 Pf. Ergänzungs-und Füllwerte der Ziffern-,sowie der Th.Heuss I Dauerserie eine ganz besondere Rolle! Man kann davon ausgehen,dass manch voraus-schauender Postbeamte die kleinen Werte erst einmal in seinem Wertzeichenbuch weiterführte, denn die am 15.06.1954 verausgabte 2 Pf.Marke der “Th.Heuss I-Serie war sicherlich nocht nicht in ausreichenden Mengen bis zum 01.07.1954 vorhanden.Stempeldatum 14.7.1954.

Beide Drucksachen stellen die 27 Tage ohne 7 PF.Wertstufe am Postschalter schon dar,denn erst am 28. Juli 1954 erschien der erste 7 Pf.Wert in der Ausgabe Th.Heuss I. Bis dahin konnte man das neue Drucksachenporto nur durch eine Mischfrankatur mittels der Wertstufe 2+5 PF.Posthorn bzw.2 Pf.-Posthorn und Heuss, oder umgedreht erreichen.Knapp vier Wochen waren solche Mischfrankaturen nur möglich!Man versuchte heute einmal solche Belege noch zu finden! Noch schwieriger wird es natürlich bei Sonderdiensten! Am Schluss unserer Betrachtung kommen wir noch einmal zum Gültigkeitsende der Ziffernserie 1951″.Hier sprechen wir von der “184 Tage Portoperiode – 01 . bis 31. Juli . Dezember 1954 “

Man beachte noch einmal das bereits angesprochene Amtsbl.Nr.10 und die Verf.Nr. 41/54 ! Hier ist nachzulesen : “Der Postverkauf der DM -Werte der Bautenserie und aller Werte der Ziffernserie 1951 wird mit Ablauf der 30. Juni 1954 eingestellt . Diese Postwertzeichen behalten ihre Gültigkeit zum Freimachen  von Postsendungen bis einschließlich 31. Dezember 1954. Sie können während des Monates Januar 1955 kostenlos gegen gültige Postwertzeichen umgetauscht werden .


Noch genauer findet man einen Hinweis in der Verf.Nr.240/54 wieder: vom 04.Mai 54 “Die Ende Juni 1954 zurückgezogenen Bestände  sind an die Wertzeichen – verteilungsämter abzuliefern ( siehe ADA VII , 1 § 46) und ” dort ” gesichert aufzubewahren . Die Stückzahl , getrennt nach Werten , ist zum 20. August 54 zu melden . Soweit Restbestände mit Sicherheit bei den Ämtern innerhalb der Gültigkeitsdauer im inneren Dienst  aufgebraucht werden können, dürfen sie von der Ablieferung ausgeschlossen werden. Über die  stofferhaltende Vernichtung der abgelieferten Bestände wird besonders verfügt !

Was heißt  das nun für uns Sammler ?
- Sendungen nach dem  01.  Juli 1954 frankiert mit Posthornmarken sind doch eher als selten einzustufen!

An Hand der Wertstufe 70PF , mit der kleinsten Auflage, ergaben sich nach der Portoerhöhung vom  01. Juli 1954 weitere Frankatur – möglichkeiten , so z.B. oberer linker eingeschriebener Fernbrief bis 20 g,mit neuer R-Gebühr von 40 PF. auf 50 PF. (Stempel 14 a Fellbach-Würth.2 17.7.1954).Unter Päckchen-Adressenaufkleber mit neuer Gebühr von 60 auf 70 PF. (wegen der unebenen Sendung erfolgt die Entwertung dern Frankatur,  mittels Handrollen-Wellenstempel–8.54

In der damaligen Zeit waren die Postbeamten äußerst korrekt in der Handhabung und Ausübung ihrer Tätigkeiten.Sie hielten sich an die Amtsblätter und die daraus resultierenden jeweiligen Verfügungen. Wie groß waren die Markenmengen, die sich nach dem 1.Juli 1954 noch im Handel befanden? Aus heutiger Sicht und den uns bekannten Unterlagen ist das sehr schwer zu sagen, wir heute die unterschiedlichen Markenmengen kaum mehr recherchieren!

Festzuhalten wäre an dieser Stelle – “der Offizielle Postschalterverkauf endet öffizielle  mit dem 30 . Juni 1954 “  und nicht wie bis heute imer  wieder beschrieben , als Abverkauf der Serie bis zum 31. Dezember 1954 ! Dies belegen ja auch die Bekanntmachungen und Aushänge in den Schalterräumen der Post und Poststellen bis Ende Juli 1954 wieder(siehe hierzu auch Amtsbl.Vfg.Nr. 240/24).

Haben wir Ihr Interesse geweckt !
Möchten sie aktiv bei uns mitarbeiten  !
So wenden sie  sich bitte an einen der aufgeführten Vorstandsmitglieder in diesem Internetauftritt .